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Pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung

Zum Bildungsauftrag

 

Im Vordergrund unserer Bildungsbemühungen steht die Vermittlung grundlegender Kompetenzen sowie die Entwicklung und Stärkung persönlicher Ressourcen, die das Kind motivieren ein Leben lang zu lernen.

 

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach den:

 

Grundsätzen elementarer Bildung in den Einrichtungen des Landes Brandenburg.

 

Kinder nutzen alle die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um sich aktiv ein Bild von der Welt zu machen. Was sie dabei erfahren und lernen hängt davon ab, welche Bildungsmöglichkeiten ihnen ihre Umwelt bietet.

Die folgenden Grundsätze bestimmen thematisch gegliederte Bildungsbereiche und geben der Bildungsarbeit in der Kindertagesstätte einen Rahmen. Die Bildungsbereiche sind nicht einzeln zu sehen, sie überschneiden sich und sind komplex im gesamten Alltag zu betrachten.

 

Die Grundsätze der elementaren Bildung

 

I. Körper, Bewegung und Gesundheit

 

Eine wesentliche Voraussetzung für die intellektuelle, soziale und sprachliche Entwicklung der Kinder ist die Entwicklung der Motorik.

Ausgehend von der gesundheitlichen Bedeutung von Bewegung und davon, dass sie eine grundlegende Form des Denkens ist, erhalten unsere Kinder die Gelegenheit:

  • sich auf schiefen Ebenen und Podesten zu bewegen,
  • zu wechseln zwischen schneller und langsamer Bewegung,
  • zu springen und zu schaukeln,
  • Bewegungen im Rhythmus von Musik zu koordinieren.

 

Umsetzung in der Praxis:

  • Kinder nutzen frei den Bewegungsraum, können sich mit Hilfe der Turngeräte selbst schiefe Ebenen schaffen und auf der Bank balancieren sowie selbst über An- und Entspannung entscheiden.
  • Im Freigelände gibt es vielfache Möglichkeiten sich auszuprobieren und dem Bewegungsdrang nachzukommen. Geschicklichkeit und Mut können (entsprechend des Alters- und Entwicklungsstandes) an den verschiedenen Klettergerüsten erprobt werden. Die Kinder können Roller und Dreirad fahren.
  • Es werden Bewegungsspiele angeboten, Wissen darüber vermittelt und gemeinsam gespielt.
  • Wir achten auf eine gesunde sowie abwechslungsreiche Ernährung, wie z. B. viel Obst und Milchprodukte.
  • Die Selbstversorgung über den gesamten Tag mit Getränken ist gesichert.
  • Projekte zur Zahngesundheit, gesunden Ernährung und körperliche Fitness sind Bestandteile in der Wissensvermittlung.

 

II. Sprache, Kommunikation und Schriftkultur

 

Die Kinder lernen im sprachlichen Umgang miteinander und mit Erwachsenen zu reden, sich mitzuteilen, eigene Befindlichkeiten zu äußern, zuzuhören und nachzufragen. Dadurch nehmen Kinder am gesellschaftlichen Leben teil, gestalten und verändern ihren Alltag aktiv mit.

Dem Bedürfnis, vielfältige Erfahrungen mit Buchstaben und Zahlen zu machen, kommen wir mit entsprechendem Material- und Raumangebot entgegen. Wir wissen, dass Kinder sich interessiert an Schrift und Zahl zeigen, lange bevor sie selbst lesen, schreiben und rechnen können.

 

Umsetzung in der Praxis:

  • Betrachten von Bilderbüchern und dabei die sprachliche Zuwendung der Erwachsenen erfahren.
  • Wir bieten Plakate, Schriftkarten und Tafeln an.
  • Den Umgang mit Büchern kennen lernen (von links nach rechts lesen, umblättern, den Titel kennen etc.).
  • Die Kinder nutzen Bücher in denen Zahlen oder Buchstaben stehen, malen oder schreiben sie ab.
  • Wir singen sehr viele Lieder mit den Kindern.
  • Lernen von Gedichten und Reimen, erzählen selbst ausgedachte Geschichten sowie Nacherzählen und Gestalten von z.B. Märchen.

 

III. Musik

 

Musikalisches Empfinden gehört zu den Grundkompetenzen des Menschen und bereits Säuglinge verfügen über ein erstaunliches Differenzierungsvermögen. Das wichtigste Instrument in der musikalischen Praxis ist die Stimme. Musik hat einen positiven Einfluss auf die geistige, seelische und emotionale Entwicklung von Kindern und wird von diesen aufgegriffen und eigenständig genutzt.

Im Alltag der meisten Kinder hat Musik einen hohen Stellenwert. Es ist ein enger Zusammenhang von Musik, Bewegung, Koordination, Tanz und sozialer Aktivität festzustellen.

 

Umsetzung in der Praxis:

 

  • Täglich wird bei uns gesungen, wir hören uns gern zu.
  • Die Kinder können selbst ihre Lieder auf Instrumenten begleiten (z. B. mit Triangel, Röhrenholztrommel, Klanghölzer).
  • Wir fertigen Musikinstrumenten aus Naturmaterial an.
  • Das Gestalten von Kreisspielen.
  • Es werden Lieder von CD´s eingesetzt, dabei führen wir unterschiedliche Bewegungen aus, erleben An- und Entspannungsphasen, laut und leise, schnell und langsam.
  • Erlernter Lieder und Bewegungsspiele führen wir gemeinsam vor Eltern und anderen Kindern auf.

 

IV. Darstellen und Gestalten

 

Wie die anderen Bildungsbereiche ist auch dieser Bildungsbereich nicht von den anderen zu trennen. Darstellen und Gestalten gehören zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Kreative Tätigkeiten der Kinder sind eng mit dem Verstehen der Welt verbunden. Um Erlebnisse verarbeiten zu können, greifen Kinder zu den unterschiedlichsten Mitteln und Materialien. Im Spiel mit den verschiedenen Materialien setzen sich die Kinder aktiv mit Ihrer Umwelt auseinander.

 

Wir werten das bildnerische Gestalten der Kinder nicht. Die Arbeiten der Kinder werden nicht korrigieren, sondern geschätzt. Mit Anregungen fördern und fordern wir die Fantasie der Kinder.

 

Umsetzung in der Praxis:

 

  • In unserer Kreativecke finden die Kinder zur Selbstbedienung die unterschiedlichen Materialien.
  • Wir stellen unsere Erfahrung und Kreativität zur Ideenfindung zur Verfügung, beraten und helfen.
  • Kinder sammeln Naturmaterial und nutzen es eigenverantwortlich.
  • Sie gestalten das Haus mit künstlerischen Arbeiten aus.
  • Bauzeichnungen können als Anregungen genutzt werden.
  • Das Podest im Bauraum dient als Bühne oder Ausstellungsfläche für Bauwerke.

 

V. Mathematik und Naturwissenschaft

 

Ausgangspunkt für die Entwicklung der mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenz ist die Neugier der Kinder. Die Kinder treffen überall in ihrer Umwelt auf Zahlen, Mengen und naturwissenschaftliche Phänomene. Sie interessieren sich dafür und möchten sich auf ihre Art und Weise damit auseinandersetzen.

 

Wir antworten nicht vorschnell auf Forschungsfragen der Kinder, sondern regen sie dazu an, selbst nach Lösungen zu suchen.

 

Entsprechende Angebote daraus abzuleiten ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

 

Umsetzung in der Praxis:

 

  • Kinder haben die Möglichkeit im Tagesablauf mit didaktischen Materialien und Umweltmaterial Zahlen und Größen zu vergleichen sowie zu messen. Sie können sich mathematische Kenntnisse und Zusammenhänge aneignen und erklären. Dazu gehören auch das Experimentieren und Forschen.
  • In unserem Großen Freigelände haben die Kinder die Möglichkeit, die Natur zu erforschen. Die Kinder beobachten Bienen, Ameisen und andere Insekten. Dafür nutzen sie Lupen und Vergrößerungsgläser.
  • Sie beziehen in ihr Spiel und Forschen die unterschiedlichsten Materialien ein, wie z. B. Sand, Blätter, Tannennadeln und Steine.
  • Sie sammeln Naturmaterial, basteln damit, pressen Blätter für kreative Arbeiten, vergleichen Größe und Gewicht von Steinen u. ä.

 

VI. Soziales Leben

 

Im Zusammensein mit anderen Kindern erkennt das einzelne Kind Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen sich und den anderen. Es lernt andere anzuerkennen und wird selbst anerkannt. Wir akzeptieren den Eigensinn der einzelnen Kinder und diskutieren über Grenzen und Regeln zugunsten des Gemeinsinns. Dabei unterstützen wir die Kinder darin, ihre eigenen Wünsche, Interessen, Bedürfnisse und Gefühle auszuleben, sie aber auch für die Wünsche, Interessen, Bedürfnisse und Gefühle anderer Kinder zu sensibilisieren.

 

Umsetzung in der Praxis:

 

  • Alle Erzieher werden angehalten für sich selbst zu klären, wie und ob es ihnen gelingt die Wünsche, Bedürfnisse, Interessen und Gefühle der Kinder zuzulassen, wahrzunehmen und zu verstehen.
  • Es gibt feste Regeln, die mit den Kindern ausgehandelt und eingehalten werden müssen.
  • Diese Regeln werden in der Planung schriftlich fixiert und ständig aktualisiert.
  • Wir beachten die Individualität von Jungen und Mädchen. Welchen Platz jedes einzelne Mädchen bzw. jeder einzelne Junge hat, erfahren wir durch gezielte Beobachtungen.